Wissenschaftliche Wissenschaftspolitikberatung. Fallstudie Schweizerischer Wissenschafts- und Technologierat (SWTR)
Gesamtstaatliche Wissenschaftsräte sind mit Wissenschaftspolitikberatung befasst, setzen sich entweder ausschließlich oder zum Teil aus Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen zusammen und haben fortwährend einen prinzipiellen Zielkonflikt zu prozessieren: zwischen dem Anspruch auf einen möglichst hohen Grad an Verbindlichkeit einerseits und dem Anspruch nach möglichst hoher Autonomie andererseits. Zugleich müssen sie Übersetzungsleistungen zwischen wissenschaftlicher, politischer und Verwaltungsrationalität erbringen…. mehr
Kooperationspotenziale Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
Die Binnendifferenzierung des deutschen Wissenschaftssystems in universitäre und außeruniversitäre Forschung gilt als Ursache geminderter Leistungsfähigkeit. Entsprechend zielen zunehmend wissenschaftspolitische Bemühungen auf eine Verstärkung der Kooperation zwischen universitärer und außeruniversitärer Forschung. Wie diese Kooperationspotenziale genutzt werden, ist Gegenstand dieser Fallstudie. Kooperationen haben bestimmte Voraussetzungen, insbesondere ein gemeinsames Interesse der potenziellen Partner. Die Interessen sind in der… mehr
Bildung als Demografie-Thema: Fallbeispiel IBA Stadtumbau
Die Internationale Bauausstellung „Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010“ (2002–2010) war ein Experiment von bundesweiter Bedeutung: Sie zielte darauf, der Herausforderung schrumpfender Städte zu begegnen, indem diese Städte selbst exemplarische Antworten entwickeln. Die schrumpfende Stadt – bislang allein als Problem wahrgenommen – sollte zum Ausgangspunkt eines Denkens von Chancen und neuen Möglichkeiten werden. Insgesamt 19 Städte hatten sich… mehr
Die DDR-Gesellschaftswissenschaften post mortem
Die Gesellschaftswissenschaften fassten in den realsozialistischen Ländern die Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Gekennzeichnet waren sie durch die normative Bindung an den Marxismus-Leninismus als „wissenschaftliche Weltanschauung“. Die zugehörigen Fächer hatten seit 1990 zu einem beträchtlichen Teil ihre öffentlich unterhaltenen Strukturen verloren, verbunden mit massenhafter Exklusion ihres Personals aus den Institutionen. Zugleich aber entfalteten die DDR-Gesellschaftswissenschaften ein postmortales… mehr
Deutungskompetenz in der Selbstanwendung. Der Umgang der ostdeutschen Hochschulen mit ihrer Zeitgeschichte
Die Universität ist neben der christlichen Kirche die älteste, noch immer lebendige Institution der europäischen Geschichte. Die Hochschulgeschichte ist Teil der Geschichte überhaupt und als solche mit den gesellschaftlich-politischen Entwicklungen verbunden. Als traditionsbewusste Institutionen, aber vor allem als zentrale gesellschaftliche Reflexionsagenturen und Ausbildungsstätten für künftige Entscheider sollten sich die Hochschulen gerade auch mit ihrer Geschichte… mehr
Wissenschaft und Politik in der DDR. Rekonstruktion und Literaturbericht
Seit inzwischen 20 Jahren wird unter Bedingungen weitgehend freien Aktenzugangs die Nachkriegsgeschichte der ostdeutschen Wissenschaft analysiert und erinnert. Rund 3.500 selbstständige Publikationen sind daraus mittlerweile hervorgegangen. Der Report sortiert dieses Literaturfeld, unterscheidet insbesondere Forschungs- und Erinnerungsliteratur voneinander und liefert eine Auswertung hinsichtlich des Verhältnisses von Wissenschaft und Politik in der DDR: Dieses, so das Ergebnis,… mehr
Vorschläge zur weiteren Entwicklung der Arbeit der GfHf. Ergebnispapier der Zukunfts-AG (ZAG) der Gesellschaft für Hochschulforschung
Die Zukunfts-AG (ZAG) arbeitete im Auftrag der GfHf-Mitgliederversammlung 2009. An ihrer Arbeit beteiligten sich acht Kolleginnen und Kollegen; davon konnten sechs eine dauerhafte Mitarbeit realisieren: Uta Bielfeldt, Berlin; Margret Bülow-Schramm, Hamburg; Gerd Grözinger, Flensburg; René Krempkow, Bonn; Peer Pasternack, Halle-Wittenberg; Andrea Sperlich, Heidelberg. Die ZAG hatte sich damit befasst, bezogen auf die Arbeit der GfHf,… mehr
Politik und Wissenschaft in der DDR. Kontrastanalyse im Vergleich zur Bundesrepublik
In der DDR dominierte die Heteronomie das Verhältnis von Wissenschaft und Politik. Sie konnte nur im Einzelfall durch fortwährend prekäre Teilautonomie-Arrangements relativiert werden. In der Bundesrepublik ist die Autonomie der Wissenschaft nie grundsätzlich in Frage gestellt worden. Sie erfährt ihre Gefährdungen seltener durch eine übergriffige Politik als durch Usurpationen sektorenfremder Funktionslogiken, etwa denen des Marktes…. mehr
Programmatische Konzepte der Hochschulentwicklung in Deutschland seit 1945
Elf Konzepte, welche die hochschulpolitische Debatte in Deutschland seit 1945 maßgeblich beeinflusst haben, werden kurz und übersichtlich aufbereitet: Humboldtsche Universitätskonzeption; Ordinarienuniversität; Gruppenuniversität; inklusionsorientierte Hochschule; Kritische Wissenschaft – Kritische Universität; Hochschule als Infrastruktur und regionaler Innovationsmotor; Wissenschaft als Produktivkraft: sozialistische Hochschule in der DDR; Geschlechtergerechte Hochschule; Hochschule im Wettbewerb; Bologna-Hochschule; Mode 2. Die Darstellungen folgen jeweils… mehr
Das Wissenschaftszentrum Sachsen-Anhalt (WZW) im Schnittpunkt von Anspruchsgruppen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit
Fünf Jahre nach seiner Gründung ist das Wissenschaftszentrum Sachsen-Anhalt (WZW) institutionell konsolidiert und kann eine strategische Arrondierung seines Leistungsprofils, seiner Außenkontakte und -darstellung in Angriff nehmen. Im Rahmen der Studie wurden die Anspruchsgruppen des WZW und deren Interessenlagen analysiert sowie funktional ähnliche intermediäre Einrichtungen in anderen Bundesländern vergleichend betrachtet. Im Ergebnis entstanden drei auf verschiedene… mehr