Gender Pay Gap bei Leistungsbezügen in der W-Besoldung
Es ist statistisch vielfach belegt, dass in Deutschland ungeachtet langjähriger gleichstellungspolitischer Bemühungen nach wie vor Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern (Gender Pay Gap) bestehen, die sich nicht allein durch Unterschiede bezüglich des Beschäftigungsumfangs oder des Qualifikationsniveaus erklären lassen. In wie weit der Gender Pay Gap auch im öffentlichen Dienst bei der höchstqualifizierten und hochselektiven Gruppe… mehr
Die demokratische Qualität der demokratischen Erneuerung: Humboldt-Universität und Universität Leipzig im Vergleich 1989-1995
Hielt es eine Fraktion für eine unerlässliche Bedingung der Herstellung demokratischer Hochschulverhältnisse, das demokratische Ziel mit demokratischen Verfahren zu erreichen, so sah eine andere Fraktion mit genau diesen demokratischen Verfahren das demokratische Ziel gefährdet. Die an der Humboldt-Universität stärker als andernorts ausgeprägte Partizipationsneigung und Konfliktbereitschaft bewirkte, dass die Auffassung, demokratische Ziele seien vorzugsweise mit demokratischen… mehr
Ressortforschung in der DDR: Das Zentralinstitut für Hochschulbildung (ZHB)
Das DDR-Wissenschaftssystem setzte sich nicht nur aus Hochschulen, Akademie der Wissenschaften (AdW) und Industrieforschung zusammen. Daneben gab es auch Ressortforschungsinstitute, d.h. Forschungseinrichtungen, die unmittelbar einem Fachministerium zugeordnet waren und in dessen Auftrag forschten. Eine dieser Einrichtungen war das Zentralinstitut für Hochschulbildung Berlin (ZHB). Es ist über eine verwickelte Geschichte zugleich eine Ursprungseinrichtung des heutigen HoF… mehr
Aktuelle Hochschul- und Wissenschaftskonzepte
Was unterscheidet eine Exzellenzuniversität von einer Elitehochschule? In der Regel wissen diese Frage nicht einmal die Vertreter von Hochschulen, die sich so nennen, präzise zu beantworten. Gibt es eine Differenz zwischen einer Hochschule als regionaler Wirtschaftsfaktor und als regionaler Innovationsfaktor? Ja, sie verläuft etwa zwischen ‚Wirtschaft‘ und ‚Innovation‘. Was ist eine geschlechtergerechte Hochschule und im… mehr
Helmut Brade: Ein Kommunikationsdesigner als Essayist
Helmut Brade (*1937 in Halle/Saale) ist nicht nur ein bedeutender Bühnenbildner, Plakatgestalter und Grafikdesigner, er war auch 1994 bis 2003 Professor für Kommunikationsdesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, zudem 1999 bis 2004 Präsident der Freien Akademie der Künste zu Leipzig. Daneben war und ist er Essayist, der zu Kunst und Künstlern, zum Kunststudium, zum… mehr
Förderung und Qualifizierung von Nachwuchswissenschaftler/innen
Für das datengestützten Monitoring des Bundesberichts zum Wissenschaftlichen Nach-wuchs (BuWiN 2017) hat es HoF übernommen, einen systematischen Überblick über zwei Sachverhalte zu erstellen: zum einen die Strukturen und Formen der Promotion und Promotionsbetreuung in Deutschland, zum anderen die verschiedenen Förder- und Qualifizierungsprogramme und -formate für die Promotions- wie Postdocphase. Dazu werden jeweils geeignete Kriterien erarbeitet,… mehr
Wissenschaftspolitik in Sachsen-Anhalt 1990-2015
Wie gelang Wissenschaftspolitik in einem wiedergegründeten Land zunächst unter Transformationsbedingungen, dann unter Transformationsfolgewirkungen, d.h. unter Bedingungen weiträumigen wirtschaftlichen Niedergangs mit anschließender Re-Stabilisierung auf niedrigem (Produktivitäts-)Niveau, massiven demografischen Verwerfungen und haushalterischer Dauerkrise? Anhand fünf prägender Konkurrenzen und Konflikte werden die zentralen wissenschaftspolitischen Entwicklungen der zurückliegenden 25 Jahre in Sachsen-Anhalt resümiert. Sachsen-Anhalt steht hier exemplarisch für die… mehr
Fachhochschulen in Österreich – Eine Vorausschau
Im europäischen Vergleich hat Österreich erst spät einen Fachhochschulsektor etabliert. Die Nachzügler-Position wurde genutzt, um aus den Erfahrungen anderer Länder zu lernen und im Sinne des (damals neuen) New Public Managements effiziente ordnungspolitische Regelungen zu implementieren. Die bisherige Entwicklung wird gemeinhin als Erfolgsgeschichte beschrieben. Die Fachhochschulen haben sich zu einem festen Bestandteil der österreichischen Hochschullandschaft… mehr
OE-Prozess ASH Berlin
HoF begleitet einen internen Organisationsentwicklungsprozesses der Alice-Salomon-Hochschule Berlin (ASH). Die ASH ist eine der forschungs- und Third-Mission-stärksten HAWs in der Bundesrepublik, in den letzten zehn Jahren von 1.500 auf 3.500 Studierende expandiert und hat einen Schwerpunkt in Sozialer Arbeit sowie weitere Bereiche für Elementarbildung und Gesundheit.
Digitalisierung in der Wissenschaft als Organisationsproblem
In Wissenschaftseinrichtungen – Hochschulen und Forschungsinstitute – stoßen Digitalisierungsexperten fortwährend an Grenzen der Organisationsgestaltung, während Organisationsexperten unablässig Grenzen digitaler Prozessgestaltungen identifizieren. Dabei ist Digitalisierung z.B. an Hochschulen deutlich mehr als im vorherrschenden populären Verständnis, das sich auf OER oder MOOCs konzentriert: Digitalisierung in der Wissenschaft produziert einerseits Grenzüberschreitungen, die neue bzw. modifizierte regulative Zugriffe und… mehr