Seit 2005 führt das Institut für Hochschulforschung (HoF) gemeinsam mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur jährlich im Juni/Juli die Promovierendentage zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte durch. Die Veranstaltung dient zwei Zielen: Erstens unterstützt sie die Einbindung der DDR-Forschung in die allgemeinen… mehr
Den 54 ostdeutschen Hochschulen wird häufig attestiert, sich nur unzureichend mit ihrer eigenen Vergangenheit in der DDR auseinanderzusetzen. Nicht nur während der politischen Umbrüche 1989 hätten sie abseits gestanden. Vielmehr sei auch in den Jahren danach kaum etwas unternommen worden,… mehr
Werden Problemsachverhalte aus der Zeitgeschichte deutscher Hochschulen skandalisiert, so ist deren öffentliches Empörungspotenzial in der Regel recht hoch. Die Souveränität der Hochschulen, darauf zu reagieren, fällt dagegen häufig ab. Ob etwa deutsch-deutsche Medikamententests an DDR-Uni-Kliniken vor 1989 oder die NS-Elitenkontinutität… mehr
Das Institut für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF) befasst sich im Hauptgeschäft vorrangig mit gegenwartsbezogenen Fragestellungen der Hochschulentwicklung. Daneben hat sich über die Jahre hin ein eigenständiger Forschungsstrang zur Zeitgeschichte von Hochschule, Wissenschaft und Bildung etabliert: 42 Projekte sind in diesem Rahmen… mehr
Die HoF-Informations- und Dokumentationsaktivitäten haben eine spezifische Akzentsetzung auf Hochschulzeitgeschichte: Zum einen besteht innerhalb des HoF-Fachinformationsservice eine Spezialbibliothek zum Hochschulwesen, die bereits seit 1964 existiert und über einen Bestandsschwerpunkt DDR und Osteuropa verfügt. Zum anderen werden fortlaufend bibliografische und andere… mehr
Von 1947 und 1949 hatte es an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bereits ein Institut für Soziologie gegeben, doch eine eigentliche Institutionalisierung des Faches gelang erst 1965 mit der (1964 beschlossenen) Gründung einer eigenen Forschungsgruppe, dann „Wissenschaftsbereich marxistisch-leninistische Soziologie“ an der Wirtschaftswissenschaftlichen… mehr
Seit den 1970er Jahren wurde innerhalb des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR ein alternativer Ansatz der Jugendarbeit entwickelt und umgesetzt. Dieser reagierte auf vor allem zwei Umfeldbedingungen: einerseits eine religionsferne Mehrheitsbevölkerung, andererseits ein politisch normiertes und normierendes Bildungs-… mehr
Rekonstruktion des Ideenhaushalts Halle-Neustadts und seiner Bewirtschaftung. Halle-Neustadt, errichtet von 1964 bis 1986, kann als prototypische Plattenbaustadt in Ostdeutschland gelten: Wie ein Großteil der vergleichbaren Planstädte und -siedlungen, so hat auch Halle-Neustadt reichlich zwei Jahrzehnte seiner bisherigen Existenz in der… mehr
Der Bericht resümiert das dritte Jahrfünft des 1996 gegründeten Instituts für Hochschulforschung Halle-Wittenberg (HoF). Im Mittelpunkt stehen die 2006-2010 realisierten drei Forschungsprogramme: Föderalismus und Hochschulen; Nachwuchsförderung und wissenschaftliches Personal; Hochschulen in Ostdeutschland. Daneben werden die vier Kompetenzlinien des Instituts dargestellt:… mehr
Im Projekt soll der Wandel akademischer Bildung mit Blick auf Deutschland (Bundesrepublik und DDR) in einer Längsschnittanalyse (1950-2005) empirisch analysiert werden. Erstens werden Verschiebungen innerhalb der Gesamtheit der Studienfächer untersucht, die im Untersuchungszeitraum an den Hochschulen angeboten wurden. Es geht… mehr
Die Gesellschaftswissenschaften fassten in den realsozialistischen Ländern die Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Gekennzeichnet waren sie durch die normative Bindung an den Marxismus-Leninismus als „wissenschaftliche Weltanschauung“. Die zugehörigen Fächer hatten seit 1990 zu einem beträchtlichen Teil ihre öffentlich unterhaltenen Strukturen verloren, verbunden… mehr
Die Universität ist neben der christlichen Kirche die älteste, noch immer lebendige Institution der europäischen Geschichte. Die Hochschulgeschichte ist Teil der Geschichte überhaupt und als solche mit den gesellschaftlich-politischen Entwicklungen verbunden. Als traditionsbewusste Institutionen, aber vor allem als zentrale gesellschaftliche… mehr
Seit inzwischen 20 Jahren wird unter Bedingungen weitgehend freien Aktenzugangs die Nachkriegsgeschichte der ostdeutschen Wissenschaft analysiert und erinnert. Rund 3.500 selbstständige Publikationen sind daraus mittlerweile hervorgegangen. Der Report sortiert dieses Literaturfeld, unterscheidet insbesondere Forschungs- und Erinnerungsliteratur voneinander und liefert eine… mehr
In der DDR dominierte die Heteronomie das Verhältnis von Wissenschaft und Politik. Sie konnte nur im Einzelfall durch fortwährend prekäre Teilautonomie-Arrangements relativiert werden. In der Bundesrepublik ist die Autonomie der Wissenschaft nie grundsätzlich in Frage gestellt worden. Sie erfährt ihre… mehr
Neoliberale Reformer wollen den Staat im Hochschulwesen zurückdrängen. Lehrende und Lernende sollen zu Marktteilnehmern werden, die Fachschulung als Dienstleistung handeln. Allerdings: Wenn die bürgerrechtliche Ordnung an Wirksamkeit gewinnt, kann statt marktwirtschaftlicher Zwänge auch die akademische Freiheit expandieren. Welche der beiden… mehr
Seit 1990 haben 18 ostdeutsche Hochschulen runde Gründungsjubiläen gefeiert, und bis 2020 werden weitere 22 solcher Jahrestage anstehen. Anlässlich derartiger Jubiläen war bzw. ist regelmäßig eine deutliche Belebung hochschulgeschichtlicher Aktivitäten zu verzeichnen. Dabei wird an den ostdeutschen Hochschulen in der… mehr
Die hochschulpolitische Debatte produziert aus Meinungen und Einfluss erlangenden Überzeugungen mit Stetigkeit auch neue programmatische Konzepte der Hochschulentwicklung. Diese folgen unterschiedlichen normativen Grundlagen, repräsentieren jeweils bestimmte Interessenbindungen, sind von unterschiedlicher Konsistenz und Lebensdauer. Manche der programmatischen Konzepte werden explizit als… mehr
Veröffentlicht wurde der Ratgeber „Promovieren zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte“ vom Institut für Hochschulforschung an der Universität Halle und der Stiftung Aufarbeitung. Er wendet sich speziell an Promovierende des Forschungsfeldes Zeitgeschichte aus allen Fächern – ob Historiker, Germanist, Jurist, Soziologe, Erziehungswissenschaftler oder… mehr
Im Auftrag der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erarbeitet HoF ein Handbuch „Promovieren in der deutschen Zeitgeschichte“. Dieses wird sich an alle wenden, die eine Promotion in der deutschen Zeitgeschichte erwägen, planen oder durchführen. Das Handbuch gliedert sich in drei… mehr
Das neue Themenheft „Private Hochschulen – Private Higher Education“ der Zeitschrift „die hochschule“ stellt in neun Einzelbeiträgen überblicksartig Forschungsergebnisse zur Entwicklung privater Hochschulen vor. Dabei werden nicht nur einzelne Länder in den Blick genommen, sondern es geht auch um weltweite… mehr