ZuVe: Chancen, Herausforderungen und Praxis von hochschuleigenen Zugangsverfahren zum Bachelorstudium für internationale Studierende an deutschen Hochschulen

In den letzten 15 Jahren haben sich die Zugangswege internationaler Studieninteressierter ohne direkte Hochschulzugangsberechtigung zum grundständigen Studium in Deutschland deutlich ausdifferenziert. Neben dem klassischen Weg über Studienkolleg und Feststellungsprüfung bestehen inzwischen in mehreren Bundesländern im Rahmen landesrechtlicher Bestimmungen Möglichkeiten für Hochschulen, eigene Zugangsverfahren zu entwickeln und umzusetzen. Das Projekt nimmt diese wachsende Vielfalt systematisch in den Blick und untersucht, welche Hochschulen diese Möglichkeiten nutzen, wie solche Verfahren ausgestaltet sind, welche Ziele sie verfolgen und welche Funktion ihnen zukommt.

Das Vorgehen gliedert sich in drei Schritte: Erstens werden eine Analyse rechtlicher Rahmenbedingungen und eine systematische Bestandsaufnahme hochschuleigener Zugangsverfahren in Deutschland vorgenommen sowie ein vergleichender Blick auf internationale Modelle gerichtet. Zweitens werden zentrale Akteursperspektiven vertieft, insbesondere durch Befragungen von Landesministerien und Hochschulen sowie andere relevante Akteur.innen. Drittens werden die Ergebnisse in einer Synthese zusammengeführt, in der Typen, Prozesse und Wirkungen der Verfahren vergleichend ausgewertet werden.

Ziel des Projekts ist es, einen umfassenden Überblick über bestehende Zugangswege zu schaffen, Gelingensbedingungen zu identifizieren und evidenzbasierte Impulse für eine wirksame und international anschlussfähige Gestaltung des Hochschulzugangs internationaler Studierender zu entwickeln.

Das Projekt wird im Auftrag des Deutschen Akademischen Austauschdienst von Februar 2026 bis Februar 2027 durchgeführt.