Künstlerische Forschung gewinnt im deutschen Hochschulsystem zunehmend an Bedeutung. Bei der Institutionalisierung an Kunst- und Musikhochschulen (KMHS) hinkt Deutschland im europäischen Vergleich jedoch hinterher. Das Verbundprojekt ILLUME untersucht, wie die 46 staatlichen deutschen KMHS durch eine geeignete Integration künstlerischer Forschung sowohl ihre eigene Entwicklung vorantreiben als auch Beiträge zu Wissenschaft
und Gesellschaft leisten können. Das vorliegende Lessons-Learned-Paper dokumentiert erste Erkenntnisse des Projekts.
Im Mittelpunkt stehen drei zentrale Herausforderungen: die Begriffsbestimmung künstlerischer Forschung, methodisch-theoretische Spannungsfelder sowie die Identifikation von Gelingensbedingungen für eine Institutionalisierung. Dabei zeigt sich eine grundlegende Ambivalenz zwischen dem artikulierten Bedarf nach struktureller Verankerung und einer verbreiteten Skepsis gegenüber institutionellen Formalisierungsprozessen.
Verbundprojekt des Instituts für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Verbundleitung) und der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF; gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Transfer und Raumfahrt (BMFTR).
Zitation
Britta Behm/Sarah Kordecki/Daniela Schlütz/Sebastian Schneider (2026): Potenziale komplementärer Forschungspraxen im Hochschulsystem. Beiträge und Strukturen künstlerischer Forschung und deren Integration an Kunst- und Musikhochschulen (HoF Lessons Learned Paper), Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg/Potsdam. DOI: 10.5281/zenodo.18482413
BibTeX Format
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